inbewegungbleiben.de - Blog
Weil Stillstand nichts bewegt - hier finden Gedanken, Anregungen und Erlebnisse rund um die Gesundheitsförderung einen Platz.
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23.04.2012
Die inbewegungbleiben.de-"undercover-weeks"!
Bewegung und Entspannung sind DIE Mittel zum körperlichen Stressabbau.
In meinen Beratungen spreche ich daher natürlich häufig mit Klienten darüber, was sie für ihre Fitness und zur Entspannung tun (oder schon mal gemacht haben), berichte welche Möglichkeiten sich anbieten (zur Stärkung der Ausdauer zum Beispiel), und beratschlage natürlich auch, welche Hürden es im Alltag zu überwinden gilt, sich überhaupt ein bißchen zu bewegen. Dann höre ich manchmal auch von Trends, die ich selbst nicht kenne, obwohl ich ja selbst immer schon aktiv bin. Damit ist jetzt Schluss! Zumindest teilweise, denn ich werde die nächsten Wochen mir bisher unbekannte Fitness- und Entspannungsverfahren genauer unter die Lupe nehmen. Man muss schließlich wissen, worüber man redet. Naja, nicht ganz in Undercover-Mission, ich bleibe natürlich normale Teilnehmerin...
Über meinen Stand up Paddling-Test habe ich ja schon kurz berichtet...auch wenn man als Profi damit natürlich letztlich die großen Wellen meistert und das dann eher gutes Training erfordert... für den Normalo-Sportler gibt es Besseres und Trockeneres. ;-)
Deshalb geht es erstmal weiter mit... Zumba! Tanzen ist sowieso ein super Rundum-Fitnesssport und auch gerade mal wieder im Kommen, und ich glaube mittlerweile hat kein Fitnessstudio diese Mischung aus sämtlichen lateinamerikanischen Varianten NICHT im Angebot (inklusive rappelvoller Kurse, oder?). Ich habe jedenfalls den Eindruck, dieser neue Fitness-Tanz-Trend bringt so manchen Sportmuffel in Bewegung...
In diesem Sinne - Der Frühling steht in den Startlöchern!
inbewegungbleiben.de geht testen... Gehen Sie doch einfach auch mal testen. ZUMBA!
10.04.2012
Die perfekte Welle?
Sicher kennen Sie die Redewendung auch, die Suche nach der "perfekten Welle". Seit ich mich selbst das erste Mal in die Wellen geschmissen habe, schlummert die Frage in meinem Hinterkopf, worauf genau man da eigentlich wartet. Meint man mit der "perfekten Welle" im übertragenen Sinne einen lang ersehnten Moment, in dem alles stimmt, alle Bedingungen stimmen, sich alles richtig anfühlt? Hierzu habe ich sogleich einen recht bekannten Songtext im Ohr... "jetzt kommt sie langsam auf dich zu.... kannst nicht glauben, dass sie bricht". Warum hat man mit der perfekten Welle den perfekten Tag? Drückt man damit nicht vielmehr auch aus, die größte Herausforderung zu suchen (eine 12-Meter-Riesenwelle vor Hawaii??), sich ihr zu stellen, sie zu meistern? Ein Erfolgserlebnis zu haben, Stolz spüren zu wollen?
Nun - perfekte Momente sind nicht der Alltag, ebenso wie die 12 Meterwellen (und das schon gar nicht vor der Haustür). Also, macht es daher nicht viel mehr Sinn, die Wellen zu nehmen, wie sie kommen? Auch Spaß in den Kleineren zu haben? Aber auch durch die Größeren irgendwie durchzutauchen??
Und auch warten auf Godot macht bekanntlich keinen Spaß. Dynamisch ist es meist auch im ufernahen Gewässer; hier ist für den Nicht-Profi vielleicht auch die Chance eines Erfolgserlebnisses größer...
Wie auch immer (Sie ihre Wellen suchen und nehmen)- grundsätzlich sollten Sie dabei stets die Surf-Regel beachten: "Die Welle sollte nie etwas mit Ihnen machen (sonst aua)- Sie machen etwas mit der Welle!" Und da muss es für den Anfänger ja auch nicht gleich die Riesenwelle sein... und sollten Sie doch mal ungewollt in eine hinein geraten, ergeben Sie sich nicht in Ohnmacht. Nutzen Sie Ihr Wissen und Ihr Können, auch wenn Sie meinen, es reicht vielleicht nicht aus. Wie war das noch? "Sie machen etwas mit der Welle!".
"Lass' dich einfach von ihr tragen, denk am besten gar nicht nach..."
Nehmen Sie die nächste Welle, wie sie kommt - Bleiben Sie in Bewegung!
PS: Auch "Stand up-Paddling" (SUP) boomt. Lassen Sie das bleiben - dabei kommen Sie vergleichsweise langsam vom Fleck... ;-)
09.12.2011
Ein Körnchen Wahrheit Zeitgeist
(…) denn ebenjene technische Erleichterungen, die er, Goethe, Schwerschreibgeräte nenne, und die längst selbstverständlich geworden seien, würden allesamt auf demselben Trugschluss beruhen: der Verwechslung von Leichtigkeit mit Leichtfertigkeit, alles, was der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte gebracht habe, so Goethe, habe das Tippen erleichtert, aber das Schreiben erschwert, habe Leichtfertigkeit verbreitet, aber Leichtigkeit vernichtet (…).
Heutzutage (...) sei das Wort ja nur noch eine Eventualität, der Satz keine Tatsache, kein Sagen mehr, was Sache sei, sondern nur noch die Möglichkeitsform eines Satzes, wir würden nur noch mit möglichen Sätzen operieren, mit Satzoptionen handeln, was natürlich leicht sei, viel leichter, als selbst Hand an einen Satz zu legen, ihn niederzuschreiben und dingfest zu machen, weil man sich nicht festlegen müsse, auf nichts festgelegt werden könne und den Bereich des Möglichen nie verlasse – (...)
aus: John von Düffel, Goethe ruft an
06.10.2011
In Bewegung at its best - Malerische Kulisse gratis
15.09.2011
Träume, Idole - und das Alter. Ein Widerspruch? Rock your soul!
Um es vorweg zu nehmen: Natürlich habe ich Idole! Sie arbeiten mitten in Manhattan und sind eines der besten Tanzensembles weltweit! Kürzlich hatte ich großartigerweise die Möglichkeit, sie in Frankfurt live zu sehen. Ein paar Tage später summiere ich gedanklich die gut gelaunten Tage auf, die mir der Kurztrip gebracht hat. Der finale Ohrwurm "Rocka my soul" jedenfalls ist seitdem ziemlich präsent, gepaart mit dem Erlebnis einer pulsierenden Oper. Die Gleichung in diesem Fall lautet recht simpel: Vorfreude + Erlebnis + Glückseligkeit = :-))))
Szenenwechsel. In den letzten Wochen haben mir zwei Bekannte, beide zwischen 30 und 40 und mitten im Berufsleben stehend, erzählt, dass Sie beruflich einen komplett neuen Weg einschlagen und noch einmal anfangen zu studieren. Und zwar das, was sie "eigentlich immer schon machen wollten". Diese Momente sind für mich die Bestätigung meiner Arbeit und der lebende Beweis dessen, was häufiges Thema in Seminaren und Beratungsgesprächen ist. Nicht unbedingt den Job zu wechseln, oft sind es viel kleinere Veränderungen. Aber hinzuschauen, was einem gut tut, woraus man Energie zieht, was man wirklich gerne macht und der persönlichen Neigung entspricht - sich selbst unter die Lupe nehmen und nicht der aktuellen Unzufriedenheit oder Belastung hingeben. Und in Einzelfällen kann das Resultat dieses genaueren Kennenlernens oder Problemlöseprozesses dann auch ein anderer Job sein. Der wichtigste und mutigste Schritt kommt oft erst dann, wenn ich schon wieder woanders tätig bin: Umsetzen, handeln, aktiv werden und dran bleiben. In Bewegung bleiben. Dann ist jeder selbst gefordert. Daher ist es für mich ein schönes Erlebnis jemandem zu begegnen, dem man Freude, Aufregung und auch ein kleines bißchen Stolz ansieht, einen neuen Schritt (in diesem Fall einen wirklich großen!) tatsächlich zu wagen.
Und hier mein Aufruf an alle "Erwachsenen": Vergesst euer Alter, vor allem eure Bedenken und fangt an, die Dinge zu machen, die ihr immer schon tun wolltet. Worauf habt ihr bisher gewartet? Eure Seele will gepflegt werden! Lernt die Sprache, deren Klang ihr immer so schön fandet. Die örtliche VHS hat da sicher was im Angebot. Fahrt an den Ort, der euch seit Jahren durch den Kopf spukt - der Weg ist mitunter gar nicht so weit. Es gibt Yogakurse für Leute ab 60, gesponsert von der Krankenkasse! Vergesst, dass ihr nicht mehr Kind seid und habt trotzdem einen Tag Spaß im Freizeitpark. Ihr wolltet als Kind Gitarre, Schlagzeug oder Klavier spielen? Warum nicht jetzt?
In diesem Sinne: Bleibt in Bewegung - so vieles ist machbar.
"Rocka' my soul..." Rock your soul!
05.08.2011
Das Glas, die Meta-Ebene... Neue Sichtweisen schaffen!
"Welches Glas?" fragen Sie sich jetzt. Und wo tauchen die bei den 7 Zwergen auf? Da gibt es doch nur Becherchen. Und was hat das mit Gesundheit zu tun... Alles ganz einfach: Die Zwerge begegnen mir regelmäßig in einer Essener Einrichtung (die jedoch vorwiegend mit Kindern arbeitet - manchmal finden sich in dieser Zielgruppe einfach die besten Beispiele und Bilder :-) ). Und ich denke jedesmal, dass die 7 so unterschiedlichen Charaktere ein tolles Motiv für diverse zwischenmenschliche Themen abgeben. Nun, diese 2 sind inzwischen auch in meinem Besitz. Und wenn sie nicht beharrlich ihre Argumente für halb leere bzw. volle Gläser diskutieren, verkörpern sie in meinem Bücherregal mit der Fachlektüre ein relevantes Thema der Stressbewältigung: Die Auswirkung von Optimismus und positivem Denken auf die Gesundheit. Rosa Brille? Zu banal. Der Schlüssel mag in den unterschiedlichen Bewältigungsstrategien liegen, die Pessimisten (Verleugnung, Vermeidung, Flucht) und Optimisten (aktive Strategein, Akzeptanz, Auseinandersetzen) anwenden, welche sich wiederum auf die Gesundheit auswirken. Man kennt hierzu Forschungsergebnisse zum Beispiel zur postoperativen Genesung (Optimisten: weniger Komplikationen und körperliche Symptome etc). Einen moderierenden Effekt hat hier aber vermutlich auch die Tatsache, dass der Umgang mit Optimisten einfacher ist und diese, traurig aber wahr, daher vermutlich mehr soziale Unterstützung erfahren als Pessimisten.
Eine Möglichkeit, belastende Situationen in einem anderen Licht wahrzunehmen, ist sich auf die Meta-Ebene zu begeben. Betrachten Sie eine eingefahrene Situation einmal von oben aus der Vogelperspektive, oder als würden Sie sich einen Film anschauen, in dem Sie selbst Protagonist sind. Das hilft Abstand zu gewinnen und wie ein neutraler Betrachter eigenes Handeln und Denken zu reflektieren. Was genau sehen Sie? Wie verhalten Sie sich? Wer ist beteiligt? ...
Ebenso einfach wie hilfreich ist die Beantwortung der Frage: Was würden Sie einem guten Freund in gleicher Situation raten?
Haben Sie schon einmal eine andere Perspektive eingenommen?
Bleiben Sie in Bewegung - probieren Sie's!
10.06.2011
Zugängliche Kunst
Im Zuge meiner Beschäftigung mit dem Thema Arbeitslosigkeit und Gesundheit spielt die Möglichkeit zur Teilhabe am kulturellen Leben immer wieder eine wichtige Rolle. Was kostet hierzulande durchschnittlich ein Museumsbesuch? Immerhin soviel, dass manch einer sich zweimal überlegt, ob der Eintrittspreis machbar oder lohnenswert ist. In London geht man seit Jahren einen neuen Weg: Monets Seerosen in der Tate, Van Goghs Sonnenblumen in der National Gallery, oder der Rosetta Stone im British Museum, alles "für Nüsse"! Seit 2001 ist hier der Besuch aller staatlichen Museen und Kunstgalerien kostenfrei. Spenden erwünscht. Aber wer's nicht hat, darf sich einfach trotzdem am Anblick der Rubensfrauen ergötzen.
Kürzlich bin ich auch in meiner Heimatstadt Essen zum Thema fündig geworden. Hier wurde 2010 die Kulturloge Ruhr gegründet. Ziel des Vereins ist es, Menschen mit niedrigem Einkommen oder staatlicher Unterstützung die Möglichkeit zu geben, an kulturellen Veranstaltungen im Ruhrgebiet teilzunehmen, ganz nach dem Motto: Kultur ist Bildung. Und meinem Motto: Kultur ist auch Genuss, Lebensfreude und damit letztlich (psychische) Gesundheit. Nach Registrierung beim Verein bzw. den Sozialträgern werden freie Plätze/Tickets für diverse Veranstaltungen kurzfristig zur Verfügung gestellt, das Vorgehen ist bewusst diskret. Alles zur Idee und Umsetzung finden Interessierte unter www.kulturloge-ruhr.de
Mein Fazit: Im Blog der "In Bewegung bleiben-Best ofs" gibts dafür 3 Sternchen und einen Marienkäferstempel!
















